„Das Haus auf der Grenze“

Polnische Komödie von
Sławomir Mrożek

Irgendwo lebt eine Familie beschaulich und ruhig ihr kleines Leben. Doch das Glück wird gestört. Diplomaten erscheinen mit dem Auftrag, eine Grenze mitten durch das Haus zu ziehen. Diese polnische Komödie treibt den komischen Umgang mit Grenzen und den daraus resultierenden Folgen auf die Spitze zu, zeigt absurde politische Aktionen auf. Was passiert, wenn mitten durch deinen eigenen Haushalt eine staatliche Grenze gezogen wird? Kann die Familie den Grenzkontrollen entfliehen? Und wohin? Muss ich meinen Pass zeigen, wenn ich auf die Toilette gehen will? Absurde Fragen, die das Stück aufwirft, ohne auch nur die Andeutung eines Lösungsansatzes zu bieten und stellt die Menschlichkeit über die Bürokratie.

 

Sławomir Mrożek

geb. am 26. Juni 1930 in Borzęcin bei Krakau, Polen

Sławomir Mrożek                                Er studierte zunächst Kunstgeschichte und Architektur in Krakau. Er schrieb Feuilletons, Theaterkritiken und satirische Erzählungen. In Polen war er zunächst als Karikaturist erfolgreich. 1957 erschien sein erstes Buch mit satirischen Erzählungen. Der Erfolg seines dramatischen Sketches "Die Polizei", der 1958 entstand, mag Mrozek bewogen haben, sich auf das Schreiben von Bühnenstücken zu verlegen. Er galt damals bei der polnischen Regierung als einer der Vorzeige-Intellektuellen. 1968 beantragte er in Paris, als Reaktion auf die Niederschlagung des Prager Frühlings, politisches Asyl. Er verbrachte sechs Jahre in Mexiko und kehrte 1996 nach Polen zurück. Er lebte einige Jahre in Krakau, bis er sich in Nizza niederließ. Er veröffentlichte mehrere Bände Erzählungen. Dem Theater ist er bis heute treu geblieben.
Zu seinen wichtigsten Werken, die in aller Welt an bedeutenden Theatern gespielt wurden und werden, gehören u.a. "Auf hoher See", "Schlachthof", "Zabawa", "Karol", "Striptease", Die Polizei", "Tango", "Fuchsquartett, "Der Botschafter", "Emigranten".