Der Teufel
Ungarische Komödie

Zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn fand der Maler Hans (János) als Hauslehrer in der Familie des Großindustriellen Zanden sein Auskommen. Er unterrichtete den Sohn Alfred (László) im Zeichnen und verliebte sich in die gleichfalls arme Jolantha (Jolán), die Spielgefährtin von Alfreds Schwestern. Doch Jolantha heiratete nicht ihn, sondern den reichen Alfred.  
Nach sechs Jahren kommt Jolantha zum ersten Mal in Hans’ Atelier, um sich auf Alfreds Wunsch porträtieren zu lassen. Hans ist mittlerweise ein erfolgreicher Künstler geworden und Seiden-Mizzi (Selyem Cinka), eines seiner Modelle, ist nicht seine einzige Verehrerin.
Im Atelier erscheint aus dem Nichts ein unbekannter Mann, der sowohl Hans’ als auch Jolanthas Gedanken und Gefühle frei aussprechen kann und der über besondere Überzeugungskraft verfügt.
Jolantha verliebt sich wieder in Hans und plant nun, auch um jeden Verdacht von vornherein auszuschließen, Hans mit ihrer Freundin, der schönen und klugen Elsa (Elza) zu verheiraten. Das soll bei einem Fest in Alfreds Haus vor sich gehen. Doch haben alle Beteiligten die Rechnung ohne den seltsamen Unbekannten gemacht….

 

Franz (Ferenc) Molnár
*12.1.1878, Budapest,
† 01.04.1952, New York

 
Franz Molnar "Viele Jahre zurück, als ich jung und sorglos war, fühlte ich mich in der Gesellschaft derer zu Hause, die im Leben gewannen. Nun bin ich einzig und allein zu Hause in der großen, neuen Familie der Verlierer."

Franz Molnár wurde am 12. Januar 1878 in Budapest als Sohn eines Militärarztes geboren.
Er studierte auf Wunsch des Vaters in Budapest und Genf Jus, später arbeitete er als Journalist, Romancier und Bühnenautor.
Zu internationalem Ansehen gelang er erstmals durch sein 1907 entstandenes Stück „Der Teufel“.
Molnár schrieb insgesamt 32 Stücke, darunter „Liliom“(1909), „Der Leibgardist“(1910), „Das Märchen vom Wolf“(1912), “ Der Schwan“(1920), „Eins, Zwei, Drei“ (1926),  „Spiel im Schloss“ (1926), „Olympia“ (1928).

1937 floh Molnár vor den Nationalsozialisten nach New York, wo er sich vor allem mit dem Schreiben von Filmdrehbüchern beschäftigte.
Am 1. April 1952 starb Franz Molnár in New York.